KSB startet Schwimmoffensive

EMMA KANN'S. FRITZ NOCH NICHT.

Seit 75 Jahren setzen wir uns im Kreis für den Sport ein. Das möchten wir mit einer Kampagne feiern, die uns sehr wichtig ist.

Dafür brauchen wir dich! 

Um möglichst jedem Kind im Oberbergischen Kreis Schwimmunterricht zu bieten. Wir sind der Überzeugung, jedes Kind sollte spätestens bei der Einschulung schwimmen können. Einen besseren Schutz vor Badeunfällen und Ertrinken gibt es nicht. Auch in unserem Kreis gibt es nicht genügend Schwimmlehrer*innen. Lust, dabei zu sein und Kindern das Schwimmen beizubringen? Du hilfst damit aktiv, Kinderleben zu retten.

 

Durch Corona hatte ein kompletter Schuljahrgang keinen Zugang zu schulischem Schwimmunterricht. Doch auch schon davor wurde zu wenig Schwimmunterricht angeboten, denn die Wartelisten für Kurse waren lang.

Dem möchten wir nicht tatenlos zusehen. Deshalb machen wir anlässlich unseres Jubiläums das, was wir am besten können: Menschen mit Sportangeboten auf ihrem Weg begleiten.

In diesem Fall mit einem Angebot, das Kindern und ihren Eltern Sicherheit rund ums Wasser gibt und vor Ertrinken schützt.

Dazu brauchen wir neben Zeiten in Bädern vor allem ausgebildete Schwimmlehrer*innen. Deren Ausbildung möchten wir im Rahmen der Aktion forcieren.

Besonders erfreulich ist daher, dass es uns in Partnerschaft mit dem Schwimmverband NRW gelungen ist, mehrere dezentrale Schwimmlehrerassistent*innenausbildungen nach Oberberg zu holen.

 

Wir werden in unserem Vorhaben von den oberbergischen Schwimmvereinen, -Abteilungen und den DLRG Ortsgruppen tatkräftig unterstützt.

Dennoch suchen wir weiterhin nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Denn je mehr Privatpersonen, Vereine und Organisationen im Boot sitzen, desto mehr können wir erreichen. Also zögere nicht uns zu kontaktieren!

 

Rettungsschwimmen / Rettungsfähigkeit

Das Rettungsschwimmen bzw. die Rettungsfähigkeit wird von diversen Institutionen unterschiedlich definiert und es gibt laut Schwimmverband NRW "keine explizite gesetztliche Regelung bzw. Definition" hierfür. Weiter heißt es beim Schwimmverband NRW: "Die Rettungsfähigkeit ist die rechtliche Grundvoraussetzung für das leiten von Angeboten im Bewegungsraum Wasser. Daher ist im Schwimmverband NRW bei nahezu allen Lehrveranstaltungen der Nachweis einer gültigen Rettungsfähigkeit (gemäß DSV Rahmenrichtlinien) zwingende Voraussetzung." In den DSV Rahmenrichtlinien wird für manche Qualifikationsstufen Bronze, für andere das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber gefordert.

Die DLRG Nordrhein sagt hierzu: "Rettungsfähigkeit definieren wir als die Fähigkeit, eine Person aus einer lebensgefährdenden Situation im Wasser zu befreien. Was müssen nun die Helfenden können, damit er (/sie) die Rettungsfähigkeit besitzt? Die Antwort ist abhängig davon, welche Institution, Organisation oder Verband man fragt!"

Bei der DLRG Nordrhein selber gilt das DRSA in Silber als Nachweis der Rettungsfähigkeit. Dies besitzt eine Gültigkeit von zwei Jahren.

 

Nachfolgend stellen wir die Anforderungen des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens (DRSA) dar. Das DRSA wird durch den Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft oder die Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz verliehen.

Für Lehrerinnen und Lehrer in NRW gelten wiederum die Bestimmungen des Schulministeriums, die man dem Sicherheitsfördererlass entnehmen kann.

Bronze

Inhalte

  • Rettungsschwimmen in Theorie und Praxis

 

Voraussetzungen

  • Mindestalter 12 Jahre

 

Theoretische Prüfungsleistungen

  • Die theoretische Prüfung erfolgt mittels bundeseinheitlicher Fragebögen und umfasst den Nachweis folgender Kenntnisse: Atmung und Blutkreislauf; Gefahren am und im Wasser; Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung); Vermeidung von Umklammerungen; Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden; Aufgaben und Tätigkeiten der DLRG

 

Praktische Prüfungsleistungen

  • 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 100 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • Drei verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe (z.B. Paketsprung, Schrittsprung, Startsprung, Fußsprung, Kopfsprung)
  • 15 m Streckentauchen
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts, innerhalb von 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m)
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen, je eine Hälfte mit Kopf- oder Achselschleppgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: 20 m Anschwimmen in Bauchlage, hierbei etwa auf halber Strecke Abtauchen auf 2 bis 3 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen; 20 m Schleppen eines Partners
  • Demonstration des Anlandbringens
  • 3 Minuten Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

Silber

Inhalte

  • Rettungsschwimmen in Theorie und Praxis

 

Voraussetzungen

  • Mindestalter 14 Jahre

 

Theoretische Prüfungsleistungen

  • Die theoretische Prüfung erfolgt mittels bundeseinheitlicher Fragebögen und umfasst den Nachweis von Atmung und Blutkreislauf; Gefahren am und im Wasser; Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung); Vermeidung von Umklammerungen; Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen; Rettungsgeräte; Aufgaben und Tätigkeiten der DLRG
  • Erste Hilfe Kurs oder Erste Hilfe Fortbildung nach den gemeinsamen Grundsätzen der BAGEH. Die Aus- oder Fortbildung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

 

Praktische Prüfungsleistungen

  • 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m Schwimmen in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • Ein Sprung aus 3 m Höhe
  • 25 m Streckentauchen
  • dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten, mit dreimaligem Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Minuten
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je eine Hälfte der Strecke mit Kopf- oder Achsel- und einem Fesselschleppgriff (Standard-Fesselschleppgriff oder Seemannsgriff)
  • Handhabung und praktischer Einsatz eines Rettungsgerätes (z.B. Gurtretter, Wurfleine oder Rettungsring)
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: Sprung kopfwärts ins Wasser; 20 m Anschwimmen in Bauchlage; Abtauchen auf 3 bis 5 m Tiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen; Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff; 25 m Schleppen; Sichern und Anlandbringen des Geretteten; 3 Minuten Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)

Gold

Inhalte

  • Rettungsschwimmen in Theorie und Praxis

 

Voraussetzungen

  • Mindestalter 16 Jahre
  • Ärztliche Tauglichkeit (Die Selbsterklärung zum Gesundheitszustand muss vor Beginn vorliegen)
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

 

Theoretische Prüfungsleistungen

  • Die theoretische Prüfung erfolgt mittels bundeseinheitlicher Fragebögen und umfasst die Kenntnisse von: Gefahren am und im Wasser; Rettungsgeräte; Hilfe bei Bade- Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung); Vermeidung von Umklammerungen; Atmung und Blutkreislauf; Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen; Organisation und Aufgaben der DLRG
  • Erste Hilfe Kurs oder Erste Hilfe Fortbildung nach den gemeinsamen Grundsätzen der BAGEH. Die Aus- oder Fortbildung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

 

Praktische Prüfungsleistungen

  • 300 m Flossenschwimmen in höchstens 6 Minuten, davon 250 m Bauch- oder Seitenlage und 50 m Schleppen , zu schleppender Partner in Kleidung (Kopf- oder Achselgriff)
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 50 m Transportschwimmen, beide Partner in Kleidung: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Minuten
  • 100 m Schwimmen in höchstens 1:40 Minuten
  • 30 m Streckentauchen, dabei von 10 kleinen Ringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20 m in einer höchstens 2 m breiten Gasse verteilt sind, mindestens 8 Stück aufsammeln
  • dreimal Tieftauchen in Kleidung innerhalb von 3 Minuten; das erste Mal mit einem Kopfsprung, anschließend je einmal kopf- und fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5-kg-Tauchringen oder gleichartigen Gegenständen, die etwa 3 m voneinander entfernt liegen (Wassertiefe zwischen 3 und 5 m)
  • Fertigkeiten zur Vermeidung von Umklammerungen sowie zur Befreiung aus Halsumklammerung von hinten und Halswürgegriff von hinten
  • Kombinierte Übung (beide Partner in Kleidung), die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: Sprung kopfwärts ins Wasser; 25 m Schwimmen in höchstens 30 Sekunden; Abtauchen auf 3 bis 5 m Tiefe und Heraufholen eines 5 kg Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen; Lösen aus der Umklammerung durch einen Befreiungsgriff; 25 m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit einem Fesselschleppgriff; Sichern und Anlandbringen des Geretteten; 3 Minuten Durchführen der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
  • Handhabung von Rettungsgeräten: Retten mit dem „Rettungsball mit Leine“ oder anderer zum Werfen geeigneter Rettungsgeräte: Zielwerfen in einen Sektor mit 3 m Öffnung in 12 m Entfernung: 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon 4 Treffer; Retten mit einem anderen Rettungsgerät
  • Handhabung gebräuchlicher Hilfsmittel zur Wiederbelebung

Wo kann man das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen erwerben?

Die 13 Ortsgruppen der DLRG in Oberberg bieten regelmäßig Kurse zum Training und zur Abnahme des DRSA in den jeweiligen Schwierigkeitsstufen an. Bei interesse wenden Sie sich bitte direkt an die Ortsgruppe in Ihrer Nähe: 

https://bez-oberberg.dlrg.de/der-bezirk/ortsgruppen/ 

 

AKTUELLES

Kinderschwimmkurse in den Ferien

In den Sommerferien 2026 bietet der Kreissportbund Oberberg Seepferdchenkurse für Kinder ab 5 Jahren an. 

Zu Beginn der Ferien findet ein zweiwöchiger Kurs im Gumbala statt. Zum Ende der Ferien gibt es einen Kurs im Freibad Bergneustadt. 

Für weitere Infos klicken Sie hier.

Ausbildung zum Schwimmlehrer/-assistenten

Am 04.-05.07.2026 findet die nächste Schwimmlehrerassistenten-Ausbildung statt. Weitere Infos und die Buchung findet ihr hier.