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Kreissportbund Oberberg

Jugendliche aus Afghanistan, Irak, Somalia und Marokko werden vom KSB Oberberg zu Gruppenhelfern ausgebildet

Montag, 21. August 2017
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Zum ersten Mal veranstaltet der Kreissportbund Oberberg speziell eine Gruppenhelferausbildung für Flüchtlinge und Migranten. Nach der gelungenen Auftaktinformationsveranstaltung in Wiehl, folgte nun der erste Teil der Gruppenhelferausbildung in der ortsansässigen Jugendherberge in Radevormwald.

15 Jugendliche, aus sieben verschieden Ländern, darunter Afghanistan, Irak, Somalia und Marokko, nahmen von Mittwoch (16.08.) bis Sonntag (20.08.) an dem ersten Block der Ausbildung erfolgreich teil. Unter der Leitung von Muhammed und Diana Kocer lernten die Jugendlichen, für unterschiedliche Sportarten wie z.B. Fußball, verschiedene Spiel- und Übungsformen im Sport umzusetzen und Trainern bzw. Übungsleitern professionell zu assistieren. Auch der Umgang mit Sportgruppen, so wie die Vorbereitung und Umsetzung kleinerer Spiele, der Umgang mit Verletzungen und Vereinsmanagement waren zentrale Themen. An der Seite von Übungsleiterinnen und Übungsleitern gestalten Gruppenhelfer in Vereinen die Sportangebote für Kinder und Gleichaltrige mit und können Stundenteile oder Teilgruppen unter Aufsicht selbstständig leiten. „Der Bildungsstand der Jugendlichen ist sehr unterschiedlich, aber die Wissbegier und der Lernwille aller hat mich positiv überrascht“, sagte Anja Lepperhoff, Geschäftsführerin des KSB Oberberg. Muhammed Kocer war vom sportlichen Potential der Jugendlichen begeistert „Das hohe sportliche Potential einiger Jugendliche, gerade im Fußball, ist unglaublich. Wir haben hier einige Talente gesehen und hoffen, dass sich diese in den ortsansässigen (Fußball-)Vereinen integrieren können.“ Die Gruppendynamik, die die Jugendlichen über die Tage entwickelt haben und ihre Bereitschaft sich gegenseitig zu unterstützen fand Zarah Hackmann, Fachkraft für Integration durch Sport, beeindruckend „Ich wünsche mir für die Jungs, dass sie mit ihrer Ausbildung ein fester Bestandteil in den Vereinen werden und wir freuen uns auf den zweiten Teil.“ Dieser findet voraussichtlich in den Herbstferien statt. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung, sind die Jugendlichen befähigt aktiv in die Vereinsarbeit einzusteigen.

Der 16 Jährige Habibullah aus Afghanistan ist Fußballtorwart und hat sich als Ziel gesetzt einen Trainerschein zu machen. „Vorher will ich aber in meinem Verein meinen Trainer unterstützend zur Seite stehen. Auch meine Schuldbildung darf ich nicht vergessen. Aber ich kann mir vorstellen, als Trainer zu arbeiten.“ Ebenfalls aus Afghanistan ist Azimi, 18. Er trainiert Kickboxen in Dieringhausen. Besonders gefällt ihm die Gruppenarbeit und die Zusammenarbeit untereinander. Die Vielfalt des breiten Angebots der Sportvereine macht es einfach für jeden den passenden Sport zu finden und neben dem stressigen Schulalltag einen Ausgleich zu finden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist das Zusammenfinden der Jugendlichen mit gleichen Interessen untereinander und die Bildung neuer Freundschaften -gemeinsam beim Sport.

Die Gruppenhelferausbildung findet im Rahmen des Handlungskonzepts „Von der Willkommenskultur zur Integration“ des Landessportbunds Nordrhein-Westfalen statt. Unterstützt werden die Veranstaltungen über das Förderprogramm „Zukunftsinvestition: Entwicklung junges Engagements im Sport“ (ZI:EL+).

Einige Jugendliche sind noch nicht an einen Verein angebunden und möchten gerne als Trainerassistenten arbeiten. Informationen können über den KSB Oberberg Zarah Hackmann (Fachkraft Integration durch Sport Tel.: 02261/9119321 info@ksb-oberberg.eu) angefordert werden.

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